GEG Unplugged

von Michael Jaesrich

GEG Unplugged

Frank Allmendinger & Michael Jaesrich

Inspiriert von der Konzertreihe "MTV Unplugged" verzichteten die Musikerinnen und Musiker auf E-Gitarren, Keyboards, Synthesizer und elektronische Effekte und spielten größtenteils auf Akustikgitarren und dem Flügel, wodurch bei den meisten Bands der Gesang in den Vordergrund trat. Unter diesen Bedingungen wurde erstmals deutlich, welch hohe Dichte an außerordentlich guten Sängerinnen und Sängern am GEG beheimatet ist. Die Bühne der Mensa war extra für diesen Abend mit Teppichen, einer Stehlampe und anderem Mobiliar in ein gemütliches Wohnzimmer verwandelt worden und von MMP und dem AK Technik der Schule durch professionelle Lichteffekte brillant ausgeleuchtet worden.

Musikalisch gestalteten den Abend Schülerinnen und Schüler aus den Klassenstufen 10, J1 und J2, sowie zwei Lehrer des Gymnasiums. Aus Zehntklässlern setzt sich die Band "Burning Sky" zusammen, die auch ohne E-Gitarren und Bass wieder voll überzeugten. Außerdem bildete die Band neue Triebe aus: Frontmann Ruben formierte sich mit Ann-Sophie zum Duo "You Th" und sie boten Rock- und Popballaden mit z.T. zweistimmigem Gesang dar. Ein anderer Seitentrieb ist die Formation "Random" um Gitarristin  Natascha und Schlagzeuger Kian. Random wurde vervollständigt durch die Sängerin Anna  und Christian am Klavier. Sie spielten schöne und kraftvolle Popsongs wie "Zombie" oder "Rolling in the deep".

Die die Band "JAM um Manuel Gaßner und Annalena Ruopp " trat an diesem Abend durch den Ausfall von Johanna ersatzgeschwächt an und überzeugte trotz aller Widrigkeiten. Sie spielten eigene Interpretationen großer Pop- und Rocksongs und bestachen vor allem durch ihren Gesang, der durch den Flügel getragen wurde. Danach zauberte Dorothee "Dodi" Seid kleine Songjuwelen, teils gecovert, teils aus eigener Feder in die Mensa. Der zweite Teil des Abends begann mit den "Real Mechanics", einem Duo bestehend aus Moritz  und Ivo, einem ehemaligen Schüler des GEG. Die beiden brachten durch ihre Stimmen und spannende Instrumente (Melodica!) neue Klangaspekte zur Geltung. Während ihres Konzertes hatte dann Jakob Manz seinen ersten Gastauftritt an diesem Abend: Mit einem Saxophonsolo bei "Fly me to the moon". Als letzte Band vor dem Hauptact kamen dann auch die Lehrer zum Zug. Die Formation "Älternabend" hatte ebenfalls einen Ausfall zu verzeichnen und musste kurzfristig als Duo antreten. Mit größtenteils eigenen Stücken, deutschen Texten und minimalistischer Instrumentierung spielten sie sich in einen Rausch aus Silben und Klängen. Auch Älternabend wurde bei den letzten zwei Stücken des Sets von Jakob Manz unterstützt. Zuerst am Schlagzeug bei "1,2, Konfizei" und beim letzten Stück durch ein „trauriges Saxophon“, das das Weinen des Eisbären an dieser Stelle effektvoll untermalte. In das Weinen und die Saxophonimprovisation hinein betraten dann die Musiker von Jakob Manz' Band die Bühne und griffen das letzte Stück von Älternabend mit einer jazzigen Improvisation auf, bevor sie ihr eigenes Set begannen. GEG Unplugged gipfelte nun in ein Feuerwerk an Groove, Funk, Soul und Jazz. Am Piano beeindruckte die fantastische Clara Vetter mit leidenschaftlichem und sehr rhythmischem Klavierspiel und kantigen bis verspielten Soli. Am Bass und am Schlagzeug waren extra für diesen Abend Clemens und Daniel, zwei Studenten der Musikhochschule Stuttgart ins Boot geholt worden, die an diesem Abend zum ersten Mal mit Jakob zusammenspielten. Jakob Manz war an diesem Abend souveräner Bandleader bei seinem Heimspiel. Immer wieder ließ er sein Können am Saxophon aufblitzen, ohne jedoch Clara Vetter in ihren phantastischen Klaviersoli einzuengen.

In Bad Urach lag an diesem Abend Musik in der Luft, sie war nahezu greifbar für alle, die sich dort in der Mensa befanden. Am Ende gingen alle irgendwie beseelt nach Hause und es ist fest davon auszugehen, dass wir nächstes Jahr eine Fortsetzung der Reihe "GEG Unplugged" erleben werden.

 

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