Beendigung der Bankkrise am GEG

Beendigung der Bankkrise am GEG

von Fritz Schlenker

Ein symbolträchtiges Wahrzeichen ist zurück: die sechseckige Bank, die sich in der Erinnerung vieler ehemaliger Schülerinnen und Schüler jahrzehntelang fest an die dominante Schulhofuhr angelehnt hatte, ist saniert - mit einem neuen pädagogischen Konzept!

An Stelle des `Tempus fugit` mit der riesigen Uhr im Rücken rückt jetzt die verzwickte Situation des Korinther Königs Sisyphos in den Mittelpunkt des Betrachters. Die steinerne Kugel als Symbol für nie endende Mühe und Arbeit hängt auf abschüssigem Gipfel beängstigend nah am Abgrund, und das ewige Hinunterrollen mit anschließend kräftezehrendem Hinaufstemmen derselben hat im harten Granit bereits eine glänzend polierte Spur eingefräst.

Aber auch dem aktuellen Zeitgeist wird gehuldigt:

Ein im Inneren verborgener Edelstahlbolzen verhindert das endgültige Abrutschen der Kugel. Arbeit erscheint deshalb nur noch hypothetisch in unserer Vorstellung. Die hexagonal nach außen geöffnete Anordnung der Sitzplanken lässt genügend Ellenbogenfreiheit für unbeschwertes Bedienen moderner Kommunikationsmedien.

Verkörpert diese Bank womöglich das gelebte Leitbild unserer Schule? Wird sie in ihrer jetzigen Form das gegenwärtige Denken und Fühlen unserer Schüler und folgender Generationen zementieren?

Immerhin ermöglicht der relativ geringe Abstand der Rückenlehnen auch die traditionelle Form der Unterhaltung: das gesprochene Wort.

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