Die Verleihung dieser bundesweit vergebenen Auszeichnung fand am 18. September in Berlin statt. Im Zuge des 11. Netzwerktages kamen Vertreter von nominierten Schulen aus dem ganzen Bundesgebiet im „Haus der deutschen Wirtschaft“ in Berlin-Mitte zusammen. Darunter war dann auch die Abordnung des GEG. Unsere Schulleiterin Susanne Müller war gemeinsam mit Kolleginnen aus unserem Boris-Team (Vera Thorwarth, Stephanie Christner und Eva Rist) in die Hauptstadt aufgebrochen, um die Auszeichnung entgegenzunehmen.
Vor Ort erwartete unsere Vertreter ein spannendes Programm. Nach einem äußerst informativen Impulsvortrag durch eine Vertreterin der NGO „Helliwood media & education“ konnten sich die anwesenden Vertreter der verschiedenen Schulen in unterschiedlichen Workshops austauschen und weitere Erfahrungen für die Ausgestaltung berufsorientierender Angebote sammeln. Im Anschluss fand dann die feierliche Übergabe des Botschaftersiegels für die ausgewählten Schulen statt.
Grußworte des Arbeitgeberpräsidenten Dr. Rainer Dulger (BDA) und der Vorsitzenden der Kultusministerkonferenz Anna Stolz (Bayrische Staatsministerin für Unterricht und Kultus) umrahmten die Verleihung und zeigten, welch hohen Stellenwert die Auszeichnung hat.
Wir am GEG investieren schon seit Jahrzehnten viele Ressourcen in das Thema Berufsorientierung und zahlreiche Kolleginnen und Kollegen haben als Teil unserer Boris-Gruppe sowohl Kreativität als auch Einsatz bewiesen, um unseren Schülern bestmöglich auf die herausfordernde Zeit nach dem Schulabschluss vorzubereiten. Über die vom Land vorgegebenen Berufsorientierungsmaßnahmen hinaus, konnten so unterschiedliche Projekte realisiert werden, die so nur am GEG zu finden sind bzw. zum Vorbild für andere Schulen wurden. An dieser Stelle soll wäre beispielsweise die alle zwei Jahre stattfindende Berufsinfomesse „Wege zum Traumjob“ zu nennen. An diesem Abend haben unsere Schützlinge die Möglichkeit auf drei Vortragsschienen Informationen über unterschiedlichste Ausbildungs- und Berufswege aus erster Hand zu hören. Aktive Vertreter aus verschiedenen Bereichen teilen ihre ganz persönlichen Erfahrungen und Erlebnisse. In den Pausen können auf dem „Markt der Möglichkeiten“ auch direkte Kontakte geknüpft werden und manch ein Praktikumsplatz; ja auch feste Einstellungen wurden hier bereits vermittelt.
Besonders hervorzuheben ist sicherlich auch die jährlich durchgeführte „Schülerakademie“. Hier durchlaufen interessierte Schülerinnen und Schüler lebensecht Bewerbungsprozesse und können im Anschluss in bis zu drei unserer teilnehmenden Partnerunternehmen ein- oder mehrtägige Praktika absolvieren. Dieses realistische und breite Angebot kann den Entscheidungshorizont angehender Abiturienten in vielfacher Hinsicht erweitern.
Zuletzt sei noch auf das einzigartige BoGy-Konzept unserer Schule hingewiesen. Seit vielen Jahren wird das traditionelle Schulpraktikum (BoGy) am GEG in ganz besonderer Weise durchgeführt, um dessen Nutzen deutlich zu vertiefen. Unsere zehnten Klassen führen das einwöchige Betriebspraktikum jeweils als gesamte Klasse im Rahmen eines Schullandheimaufenthaltes in einer anderen Stadt durch (Mannheim, Freiburg, Konstanz, Augsburg, Karlsruhe). Auf diese Weise wird garantiert, dass alle Schülerinnen und Schüler echte Recherchearbeit investieren, vollständige Bewerbungsunterlagen versenden und in vielen Fällen telefonische Bewerbungsgespräche führen (statt bei Verwandten und Bekannten „unterzuschlüpfen“). Der Aufenthalt und die vor Ort nötige Selbstständigkeit führen unserer langjährigen Erfahrung nach zu echten Entwicklungssprüngen bei den jungen Menschen. Berufsorientierende Arbeit beginnt eben nicht kurz vor dem Abschluss, sondern muss als stetig fortlaufender Prozess etabliert werden.
Dass wir uns dabei am Ermstalgymnasium auf dem richtigen Weg befinden, zeigt die uns nun verliehene Auszeichnung, welche die ganze Schulgemeinschaft mit großem Stolz erfüllt. Natürlich werden Schulleitung, Kollegium und insbesondere die Boris-Gruppe des GEG auch weiterhin hart daran arbeiten, dem nun attestierten Anspruch gerecht zu werden und uns auch zukünftig den Herausforderungen der Zeit stellen.