Die Liebe geht durch den Magen

von Michael Jaesrich

Die Liebe geht durch den Magen

Barbara Schwarz & Michael Jaesrich

Die GEG-Fahrradflotte, die während der letzten Projekttage entstanden war, konnte nun zum ersten Mal ihre Klassentauglichkeit beweisen. Nach kurzem Pumpen und dem Festziehen der ein oder anderen Schraube, konnten wir in ungewohntem Tempo zur Streuobstwiese rollen. Statt einer halben Stunde Fußmarsch brauchte unsere Gruppe nur noch fünfzehn Minuten.

Wir waren alle gespannt, wie viele Äpfel an den Bäumen hängen würden. Die Inspektion der ersten Bäume war leider etwas ernüchternd, aber dann tauchte die Rettung auf: ein Apfelbaum hatte sich dem diesjährigen Trend der sparsamen Fruchtproduktion widersetzt und trug etliche, wunderschöne, gelbe Äpfel. Da auch der einzige Birnbaum stattliche Frucht trug, haben wir beschlossen, in diesem Jahr Apfel-Birnensaft herzustellen.

Gesagt getan; nun begann die Arbeit: Die Äpfel und Birnen wurden von vielen fleißigen Händen aufgesammelt und in Säcke verpackt. Am Ende waren es immerhin sieben volle Säcke, die wir zur Mosterei Randecker nach Dettingen fahren konnten - Ein großer Dank geht an die Klasse 7b!

In der Mosterei empfingen uns Herr und Frau Randecker, die alle Teilschritte des Mostens genau erklärten: Die Äpfel wurden „Whirlpool“-gewaschen und anschließend zerkleinert (gemußt), damit aus den Früchten möglichst viel Saft gewonnen werden kann. Im nächsten Schritt wurden sie mit einer Ballenpresse gepresst. Hierbei konnte ein Naturschauspiel besonderer Art bewundert werden: Der Dettinger Apfelsaft-Wasserfall. Und spätestens ab jetzt war klar, dass sich all die Mühen, das Bäume zuschneiden, das Holz stapeln und die Mahd der Wiese, gelohnt hatten: Der Geschmack des frisch gepressten Apfelsafts, hervorgebracht durch eigener Hände Arbeit entschädigte für all die geleistete Arbeit. Und weil die Liebe bekanntlich durch den Magen geht – bestimmt auch die Liebe zur Streuobstwiese - gab es gleich noch Apfelzuckerwatte und Trester-Müsliriegel dazu.

Bei Frau Randecker möchten wir uns herzlich bedanken, dass sie uns das Pressen des Saftes so sinnlich erklärt hat und das Pressen, sowie das Abfüllen des Saftes übernommen hat. Unser leckerer Saft kann nun in Bag-in-a-box-Kisten erworben werden. Und, um es mit den treffenden Worten von Frau Randecker auszudrücken: Kauft diesen Saft! Ihr tragt so dazu bei, das Paradies der Streuobstwiesen zu erhalten, das unsere Schule umgibt!

 

 

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