Naturschutz unter strahlendem Himmel

von Michael Jaesrich

Naturschutz unter strahlendem Himmel

Michael Jaesrich

Gegen acht Uhr hatten sich die Schülerinnen und Schüler zweier zehnter Klassen des GEG mit ihrem Lehrer Michael Jaesrich am Treffpunkt nahe des Gaisbuckels versammelt und wurden von den Mitgliedern der Naturschutzgruppe des Schwäbischen Albvereins Dettingen begrüßt. Stefan Anhorn und der ehemalige GEG-Kollege Roland Schaich erklärten den Schülern worum es heute gehen sollte: Ziel des Tages war es große Wiesenflächen abzurechen und so vom gemähten Grüngut zu befreien. Dies dient dem Erhalt so genannter Magerwiesen, also relativ nährstoffarmer Wiesenflächen. Doch was hat dies mit Naturschutz zu tun? Die Magerrasenbiotope, typisch für die sonnengefluteten Hänge der Schwäbischen Alb, zeichnen sich durch eine ganz besondere und vielfältige Flora und Fauna aus. Im Gegensatz zu den intensiv durch Landwirtschaft genutzten Rasenflächen, so genannte Fettwiesen, bieten die nun gepflegten Grünflächen besonderen Pflanzen Lebensraum, die sich auch bei den erschwerten Bedingungen der Magerwiese durchsetzen können. In der Folge finden sich dann auch viele hochspezialisierte Insekten in diesem Biotop. Ganz besonders hervorzuheben sind wilde Orchideenarten, vor allem Knabenkraut- und Ragwurzarten, die an diesem Standort seit Jahren zu finden sind. Einige dieser Arten zeichnen sich durch ein ganz besonderes Fortpflanzungsverhalten aus, denn sie imitieren mit ihren Blüten Weibchen unterschiedlicher Insekten oder Spinnen, um deren Männchen zum Anflug und damit zur unfreiwilligen Bestäubung zu verleiten.

In Gruppen, jeweils geführt von erfahrenen und naturkundigen Mitgliedern des Albvereins, machte man sich auf zu den diversen Flächen und begann mit den Pflegearbeiten.

Bei den bereits erwähnten Wetterbedingungen ging die Arbeit leicht von der Hand und so hatte man gemeinsam bereits gegen elf Uhr alle geplanten Flächen von der Mahd befreit. Bei einem gemeinsamen Vesper, gestiftet vom Albverein, ließ man den Tag ausklingen und so manches Gespräch zwischen Naturschutzneuling und erfahrenem Albvereinler kam auch noch zustande. Wir hoffen alle, dass diese tolle und produktive Zusammenarbeit auch in den nächsten Jahren fortgeführt werden kann.

 

 

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