Wege zum Traumjob

Eingeleitet wurde die Veranstaltung in der Mensa mit einer Podiumsdiskussion zum Thema „Beruf(ung) mit Sinn – arbeiten, um etwas zu bewegen!?“ Moderiert von GEG-Lehrer Michael Jaesrich diskutierten Hebamme Cornelia Walker, der Berufs- und Studienberater Julius Schädler und Ekard Messmer, der als Customer Service Director bei Swaglog Fluidsysteme arbeitet, über unterschiedliche Wege, Erfüllung im Beruf zu finden. Es zeigte sich schnell, dass eine Definition für „sinnvolles Arbeiten“ gar nicht so leicht zu finden ist. „Natürlich ist eine begleitete Geburt ein extrem sinnstiftendes Erlebnis“ führte Cornelia Walker aus, „aber auch eine Hebamme muss Geld verdienen und wird mit Routinen und Herausforderungen des Alltags konfrontiert. Das darf man nicht romantisieren.“ Ekard Messmer räumte ebenso offen ein, dass der monetäre Aspekt für ihn lange Zeit Hauptantrieb für die Ausübung seiner Tätigkeiten war, dennoch konnte er in erfolgreichem wirtschaftlichen Handeln, das dem Unternehmen und damit indirekt auch der Gesellschaft dient, großen Sinn erkennen. Letztendlich zeigte sich, dass sinnstiftendes Arbeiten nicht so sehr an spezielle Tätigkeiten gebunden ist, sondern Menschen ihren Berufsalltag vielmehr sinnvoll ausgestalten müssten.

Im Anschluss an die spannende Gesprächsrunde begaben sich die Besucher zu verschiedenen Vorträgen. Insgesamt standen den Besuchern vierundzwanzig Workshops auf drei verschiedenen Zeitschienen zur Verfügung, so dass jeder Interessierte bis zu drei Angebote wahrnehmen konnte.

Die thematische Palette des Abends war äußerst vielfältig: Referenten kamen aus den Bereichen Medizin, Maschinenbau, Rechtswissenschaft, Elektrotechnik/Mechatronik, Bankwesen, Materialwissenschaften, Ingenieurwesen, Forstwissenschaften, Berufsfeuerwehr, BWL, Soziale Arbeit, Biologie, Tourismus uvm.

Besonders schön zu sehen war, dass die Besucher auch die Pausen zwischen den Workshops nutzten, um im Lichthof des Gymnasiums ganz direkt mit Referenten ins Gespräch zu kommen. Auf diese Weise konnten Fragen persönlich besprochen und bereits das ein oder andere Praktikum konkret vermittelt werden. Mitorganisatorin Stefanie Christner äußerte sich entsprechend über das Format: „Die Möglichkeit viele Kontakte zu knüpfen und gleich eine ganze Reihe unterschiedlicher Berufsfelder aus persönlicher Ansicht kennenzulernen, ist sicher die große Besonderheit dieses Abends.“

Zum gemeinsamen Abschluss der Veranstaltung zeigte sich Schulleiterin Susanne Müller sehr zufrieden und dankte den Organisatoren Julian Aißlinger, Stefanie Betz, Stefanie Christner, Eva Rist und Vera Thorwarth für die viele Arbeit, die die Vorbereitung erforderte.